Waldspaziergang vom 25.04.2015

Über 20 Interessierte besammelten sich um 9.00 Uhr in der Herrenmatte zum Rundgang entlang der Simme bis zur Velobrücke und rechtsufrig flussaufwärts zurück bis zum 'Herrenmätteli'.

 

Zwei Mitglieder des Forum Wimmis erzählten aus ihren Fachgebieten: Der Förster Peter Lüthi sprach über die Bewirtschaftung der Wälder an der Simmenfluh und am Niesen, wo der Wald wichtige Schutzfunktionen erfüllen muss. Er schilderte die Ansprüche einzelner Baumarten an die Umgebung, ihre Eignung für Aufgaben des Uferschutzes entlang des Flusses, aber auch ihre unterschiedliche Anfälligkeit auf den Befall durch Käfer. Eindrücklich auch die Schilderungen über vorsorgliche Baumfäll-Arbeiten im Bereich jener Stellen, wo das Simmeufer im vergangenen Winter einstürzte. Auf grosses Interesse stiessen die Hinweise auf jene Bäume, die nach ihrem Absterben stehen gelassen werden, weil sie verschiedenen Vogelarten Raum für ihre Bruthöhlen bieten, so Spechten, Meisen, aber auch kleinen Eulenarten.

 

Der Biologe Marc Rosset hielt sich zunächst an die Krautpflanzen: Er demonstrierte an einem Querschnitt durch einen Aronstab die Funktionsweise dieser Fallenpflanze, die sich zum Zweck der eigenen Fortpflanzung die Dienste einer Mückenart zunutze macht. Auch das Schöllkraut setzt auf Tiere: Es belohnt Ameisen, wenn diese seine Samen wegschleppen - und einige verlieren. Weitere Themen waren der Zweck des Vogelgesangs - immerhin unterschieden wir den Gesang von mindestens 10 Arten. Schliesslich besuchten wir die botanisch wertvollsten Flächen auf diesem Rundgang: die verschiedenen Schotter-Terrassen am rechten Simme-Ufer und die Wiese im 'Herrenmätteli'.

 

Man war sich einig, dass der Anlass im nächsten Frühling wiederholt werden sollte.