Japan-Knöterich unterhalb der Hauptstrasse vor der Brücke über die Simme

Wer von Wimmis zu Fuss zur Simmenporte geht, erblickt vor der Brücke unterhalb des Fussgängerstegs am Abhang gegen die Simme einen ausgedehnten Bestand des Japanischen Stauden-Knöterichs (Reynoutria japonica). Dieser gefährliche invasive Neophyt wurde 1823 als Zier- und Futterpflanze von Ostasien nach Europa eingeführt. Seither vermehrt sich diese bis 3m hohe Staude ungehemmt an Böschungen, im Uferbereich von Gewässern und auf Schuttplätzen vom Tiefland bis in die untere Bergstufe.

 

Diese hochwüchsigen Bestände sind eine Gefahr für die einheimische Vegetation. Die Pflanze vermehrt sich nicht primär über Samen, sondern über kleinste Wurzelstücke, die von den Gewässern weit getragen werden können. Damit erreicht die Pflanze namentlich auch wertvolle Naturschutzgebiete entlang der Gewässer, wo sie sich auf Kosten der vorhandenen Vegetation ausbreitet. Daneben verursacht die Pflanze aber auch grosse wirtschaftliche Schäden, indem sie die Erosion an Böschungen fördert.

Die Bekämpfung der Art ist extrem schwierig: die Ausläufer einer einzelnen Pflanze breiten sich in einem Umkreis bis 7m um die Mutterpflanze aus und dringen bis 3m tief ins Erdreich. Wo möglich, muss der ganze Bestand mitsamt den tiefreichenden Wurzeln ausgegraben und der Boden entsorgt werden. Es liegt auf der Hand, dass dies an Stellen, wie wir sie hier abgebildet sehen, praktisch unmöglich ist.

Der Kanton Zürich testet im Rahmen eines Pilotversuches die gezielte Anwendung von Herbiziden. Eine vollständige Elimination der Bestände wurde bislang nicht erreicht, die Studie wird weitergeführt.

Auch wenn die optimale Bekämpfungsmethode noch nicht vorliegt: Wir müssen uns der Problematik bewusst werden und die Entwicklung der Bekämpfungsmethoden verfolgen. Kleine aufkeimende Bestände müssen wir mechanisch bekämpfen, bevor ihr Ausmass unsere derzeitigen Möglichkeiten überfordert.